Aus der Ortschronik von Schönbach
1225
Schönbach, nordwestlich von Kamenz gelegen, wird erstmals urkundlich als Sconenbach erwähnt.
Es gehört zur Hälfte einer Familie von Luckow, der andere Teil gehört dem Adelsgeschlecht von Ponickau.
1248
Schönbach ist nach Kamenz eingepfarrt.
1365
Die Herrschaft von Ponickau verkauft ihren Besitz an Schönbach an das Kloster St. Marienstern.
1374
Die Herrschaft von Luckow verkauft ihren Besitz an das Kloster St. Marienstern.
Das Dorf bleibt bis zur Ablösung der Feudallasten im 19. Jh. im Besitz der geistlichen Grundherrschaft.
1428
sind die Bewohner von Schönbach in die Kriegshandlungen der Husitten verwickelt.
1719
Das Dorf wird, ebenso wie in den Jahren 1844 und 1864, von Naturkatastrophen und Hungerjahren betroffen.
18. Jh.
Zwei Wassermühlen werden durch die zahlreichen Quellen angetrieben. Mitte des 19. Jh. sind es laut Oberreit (1844/1846) sogar drei Mühlen: Freudenbergs Mühle, die Mühle an der alten Tischlerei und die Buschmühle bei den Buschhäusern.
1721
bis 1726 und später in den Jahren 1854 und 1864 wüten Seuchen und Epidemien im Ort.
1800 - 1820
Das Kamenzer Begräbnisbuch zählt Schönmache zu den neun wendischen Dörfen des Kamenzer Kirchenspiels.
1826
Im alten Gemeindeamt wird eine Einklassenschule eingerichtet. Bis zu dieser Zeit herrschte noch das Analphabetentum vor.
1839
In Schönbach gibt es 4 Ganzhüfner, zwei Dreiviertelhüfner, fünf Halbhüfner, drei Viertelhüfner und elf Häusler.
1840
Der bestehende Mahlzwang wird abgeschafft. Mit Zustimmung des Klosters St. Marienstern kann das Salz in Kamenz gekauft werden.
1851
und 1852 brennen die Gehöfte Weichert und Niclas vollständig ab.
1855
Schönbach erhält als eines der ersten Dörfer in unserer Region eine eigene Wasserleitung.
Für die Gutsherren besteht noch die Möglichkeit, Kinder von armen Leuten meistbietend zu erwerben.
1865
Die erste Feuerspritze wird gekauft.
1868
Ein heftiger Sturm zerstört die Scheune des Gutes von Gottfried Wendt.
1879
Durch Funkenflug brennt die Stallung und Scheune des Wendtschen Gutes ab.
1909
Der Bau der neuen, zweistufigen Schule beginnt. Sie wird 1911 eingeweiht.
Das Wohnhaus der Familie Wilhelm Schulze und die Scheune der Familie Gottfried Lauke brennen nieder.
1945
Im Kriegsgeschehen wird Schönbach zur Hälfte zerstört. 14 Gehöfte brennen nieder. Sie werden aber in kürzester Zeit wieder aufgebaut.
1946
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1949
Rudolf Domschke wird zum Bürgermeister von Schönbach gewählt. Er vertritt die Gemeinde 38 Jahre im Amt.
1950
Die Schule wird zunächst Teilschule der Cunnersdorfer, die später bis 1980 von allen Schülern des Ortes besucht wird.
1960
Die Bauern schließen sich zur LPG Frohe Zukunft zusammen. Später werden die landwirtschaftlichen Flächen durch die Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) bewirtschaftet.
1963
Errichtung eines Waschstützpunktes
1972
Eine neue Konsumverkaufsstelle wird gebaut.
1975
Schönbach feiert in mehreren Festveranstaltungen die 750-Jahrfeier seiner urkundlichen Ersterwähnung.
1977
Bau eines Trinkwasservorratsbehälters
1979
Verlegung der Abwasserleitung
1987
Erich Höntsch (Bulleritz) wird als neuer Bürgermeister gewählt.
1991
Im Ort gibt es zehn Telefonanschlüsse.
Das einheitliche Entsorgungssystem wird eingeführt.
1992
Eine öffentliche Telefonzelle wird im Ort aufgestellt.
1993
Schönbach hat 185 Einwohner.
Die Posteinrichtung wird geschlossen.
1994
In Folge der Kreisgebietsreform schließen sich neun Dörfer zusammen. Schönbach wird Ortsteil der neuen Gemeinde Schönteichen.
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