Aus der Ortschronik von Cunnersdorf
Die Besiedelung der späteren Flur Cunnersdorf wird durch den Fund eines bronzezeitlichen Gräberfeldes nachgewiesen.
19.05.1225
Bischof Bruno II. von Meißen weiht die nach einem Brand die neuerrichtete Kamenzer Pfarrkirche. Zu ihrer Ausstattung gehören 4 Hufen Land in Cunratesdorf - Cunnersdorf. Es ist zu vermuten, dass die Bildung des Ortsnamens als Ableitung vom Lokator, Conrad v. Kamenz, erfolgte. Bis 1900 änderte sich die Schreibweise häufig: Conratesdorpp, Cunirßdorf oder auch Kunnersdorff.
12.10.1263
Cunnersdorf ist mit einer Größe von 40 Hufen eines der größten Güter der Kamenzer Region.
1374
Das Dorf wird im Zinsregister von Marienstern erwähnt. Die Dorfflur wird mit 39 Hufen angegeben. Erstmals werden Einwohner des Dorfes genannt. Es handelt sich um Hanß Wolf von Schleinitz, und die Familien Jakel, Hantzsch, Krauße, Tzschornagk, Kuntze, Richter, Wießner, Mißpach, Wanisch, Laußke, Steinmetze, Taußent, Domaschk, Peteritz, Lautschke, Lehmann, Wentzel, Miglitz, Steinborn, Schurg und Hann.
1429
Hussitenkriege. Auch die Cunnersdorfer haben schwer zu leiden. Ihre Habe, die zum Schutz vor plündernden Truppen nach Kamenz gebracht worden war, wurde dort ein Raub der Flammen.
1432
Cunnersdorf wird erstmals als Rittersitz genannt.
1438
Georg von Heinrichsdorf wird Rittergutsbesitzer.
1473
Rule von Bloschdorf erwirbt das Rittergute Cunnersdorf.
1515
Jacob von Ponickau übernimmt das Rittergut Cunnersdorf.
09.09.1523
Die Herren von Rechenberg erwerben Cunnersdorf bis 1618. Ausgeschlossen bleibt der arme Mann, der dem Kloster zuständig ist.
1580
W.G.W. von Rechenberg wird Herr über das Rittergut. Er legt das Cunnersdorfer Gerichtsbuch an, das sich heute im Stadtarchiv Kamenz befindet.
20.06.1614
Der Kostenvoranschlag zum Kauf des Rittergutes Cunnersdorf gibt einen hervorragenden Einblick das wirtschaftliche Potential kurz vor Ausbruch des dreißigjährigen Kriegs. Zum Rittergut gehörten das Wohnhaus nebst Vorgebäude, Scheunen, Ställe, ein Viehhaus und ein Schafstall aus Stein; ferner eine Badstube und ein Brauhaus mit Braupfanne. Die Wassergräben und den Obst-, Kraut- und Ziergarten hinzugerechnet, wurden diese Liegenschaften insgesamt auf 1500 Taler taxiert, was etwa 60 Taler Jahreseinnahme entsprach. Zwölf Ganzhüfner, drei Halbhüfner, neun Gärtner, die volle landesübliche Pferd- und Handdienste zu leisten hatten, bildeten die Gutsuntertanen. Zusätzlich gehörten noch sieben Häusler zu Cunnersdorf, die jährlich. Zusammen 4 Taler 19 Groschen 6 Pfennige an Geld zinsten.
Es standen 30 Kühe im Stall, auf den Triften und Wiesen weideten neben des Schäfers Vieh 350 Schafe. Ein Weinberg galt 150 Taler. Die zwei zum Gut gehörigen Mühlen, eine jede mit einem Gange, brachten, weil mit Schutz damit gemahlet wird, 400 Taler.
An Teichen werden aufgezählt der Ponnigker (Ponikauer) Teich, der Wolfsteich, der hinterste neue Teich, der große Mühlteich, der vordere große Teich, der vordere neue Teich und der schwarze Seeteich. Alle waren besetzt. Es gab aber noch fünf gute Streichteichel, etliche Schmerlenteichel und das kleine Mühlteichel.
1622
Der Stadtrat von Kamenz kauft das Rittergut und bleibt bis 1661 Besitzer von Cunnersdorf.
Ein Bauer, der seinen Dienstjungen erschlug, wird auf dem Kamenzer Markt enthauptet und sein Leichnam unter dem Galgen verscharrt.
1644
Bei dem großen Feuer brennen mehrere Häuser des Wirtschaftshofes ab.
Um 1650
erfolgt die erste Erwähnung der Windmühle von Cunnersdorf.
1661
Hans Wolff von Schleinitz wird Besitzer von Cunnersdorf. In Folge geht das Gut in weiblicher Linie 1706 an die v. Wangenheim, 1763 an die v. Friesen und 1799 an die v. Solms-Tecklenburg über. Die Herrschaft endet durch Verdruss.
Um 1672
wird der klösterliche Bauer ausgekauft. Das Lehn- oder Rohotzgut geht an das Rittergut Cunnersdorf über.
1680/81
Die Pest wütet im Dorf.
1696
Das Rittergut Cunnersdorf geht als Mannlehn und Allodium in Erbe.
1700
Die alte Cunnersdorfer Wasserburg bzw. das Wasserschloss, heute Schönbacher Str. 1, wird fast vollständig abgerissen. Der Wassergraben wurde größtenteils zugeschüttet und später teilweise überbaut. An anderer Stelle wird das neue Herrenhaus errichtet.
1707
Die Cunnersdorfer, die ihre ganze Habe zum Schutz vor den Kriegsdrangsalen nach Kamenz gebracht hatten, verlieren diese bei dem Stadtbrand.
1806
Ehrenfried Lobegott von Lippe übernimmt das Rittergut. Es bleibt bis 1945 in Händen der Familie v. Lippe.
1806
Cunnersdorf leidet unter den Kriegskontributionen. Sogar die Herrschaft wird in den Garten ausquartiert.
Lippe brachte aber die zu zahlenden Geldleistungen aus eigener Kraft auf. Die Gutsherrschaft prozessiert jahrelang wegen der Erhebung einer allgemeinen Umlage gegen das Kloster St. Marienstern, mit Erfolg.
1813
Der Durchzug der Verbündeten bringt erneut viel Leid und Not. Das Gut und das Dorf können sich erst nach den Napoleonischen Kriegen wirtschaftlich erholen.
1818
In Schumanns Lexikon ist Cunnersdorf noch als unweit Biehla gegen die Heide zu gelegen genannt.
Um 1820
wird die alte Windmühle auf dem Windmühlberg stillgelegt. Eine neue entsteht in der Nähe der alten Wassermühle am Kleinen Mühlteich (seit 1759 nachweisbar).
1826
Bau einer Vereinsschule im ehemaligen Gasthof Wiesner
45 Schüler aus Cunnersdorf und 15 aus Hausdorf besuchen diese Schule.
1830
Es werden eine Wassermühle mit einem Gang, eine Windmühle, die außer einem Gang noch Hirsestampfen habe und eine Schmiede erwähnt.
1832
Die Leibeigenschaft wird durch Gesetz aufgehoben. Die praktische Durchsetzung erfolgt aber erst später.
1840
Die meisten Einwohner sind wohlhabend zu nennen, und über eigentliche, der Gemeinde zur Last fallende Arme kann man hier nicht klagen.
20.07.1847
Das Grund- und Hypothekenbuch für Cunnersdorf wird ausgelegt. Die Einsichtnahme kann jedoch nur in Pulsnitz erfolgen.
1848
Der sorbische Name Linka tritt für Cunnersdorf auf. Hlinka ist eine Neubildung von hlina - Lehm.
1850
Robert v. Lippe, der Vater des späteren Kirchengründers Bernhard v. L., will eine Kirche in Cunnersdorf errichten, erreicht dieses Ziel aber nicht.
1857
R. v. Lippe stößt auf Adern von Kalkstein und hegt die Hoffnung, noch ein reichliches Lager zu entdecken.
1862
Cunnersdorf hat 54 bewohnte Gebäude und 274 Einwohner: zehn Bauern, vier Halbbauern, drei Großgärtner, sechs andere Gärtner, 17 Häusler mit Feld und sechs Häusler ohne Feld.
Es erfolgt der Abriss der Schlafkanzel für Mägde im Kuhstall des Rittergutes, beibehalten werden die Bettstellen für die Pferdeknechte im Pferdestall.
1869
Bau einer neuen Schule.
1874
Die Eisenbahnstrecke Kamenz Bernsdorf Lübbenau wird eröffnet.
1878
Robert Grobleben wird der sogenannte erste, d.h. ständige, Lehrer.
1890
Der Haltepunkt Cunnersdorf wird in einem ausgedienten Eisenbahnwaggon eingerichtet.
Eine Poststelle wird in Cunnersdorf eingerichtet. Sie wird dreimal wöchentlich mit Pferdepost beliefert.
Vornahme größerer Flurbereinigungen
1897
Wegen der Tonvorkommen am Roten Berg wird in Cunnersdorf eine Ziegelei angelegt.
1900
Das erste Telefon in Cunnersdorf wird in der Postagentur installiert.
1901
Bernhard v. Lippe berät mit den Rittergutsbesitzern und den Hausvätern von Cunnersdorf, Schönbach und Hausdorf über die Errichtung einer eigenen Kirche. Grund und Boden im Zentrum der drei Dörfer will er zur Verfügung stellen.
1902
Das Königliche Ministerium des Innern bestimmt zur Beseitigung bisher vorgekommener Abweichungen in der Schreibweise des Namens der ländlichen Ortschaft und des Rittergutes Cunnersdorf ..., dass die vorstehende Schreibweise künftig allgemein anzuwenden ist.
09.11.1902
Bernhard v. Lippe erhält bei der 5. Landesausstellung des Sächsischen Fischereivereins für Karpfen und Salmoniden den Ehrenpreis der Stadt Bautzen.
1907
Für die bis dahin nach Kamenz eingepfarrten Dörfer Cunnersdorf, Hausdorf und Schönbach wird eine Kirche auf dem Windmühlberg errichtet. Biehla wird auf Verordnung des damaligen Ev.-luth. Landeskonsistoriums angeschlossen. Eine heute wertvolle Orgel aus Döbeln und das alte Geläut der abrissreifen Coswiger Dorfkirche werden eingebaut.
15.09.1909
Es erfolgt die Grundsteinlegung für den Schulneubau. Der Schulvorstand besteht aus Pfarrer Junge (Vorsitzender) und Gemeindevorstand Richter als Stellvertreter.
1910
Cunnersdorf besitzt 463 Einwohner.
1912
Das Bahnhofsgebäude in Cunnersdorf wird eingeweiht.
1913
In das uralte Steinkreuz am Wege nach Schönbach (Abzweig Jochenweg) wird zur Erinnerung an die Befreiungskriege eine aufgehende Sonne eingemeißelt.
Der Güterbahnhof Cunnersdorf wird fertig gestellt. Angeschlossen werden der Halbachsche Steinbruch sowie der Biehlaer Grauwackesteinbruch (Teufelsbruch).
1914
Der erste Getreidebindemäher in Cunnersdorf wird in Betrieb genommen.
Im ersten Weltkrieg verlieren zehn Cunnersdorfer ihr Leben.
1919
Nach dem ersten Weltkrieg wird in Bahnhofsnähe mit der Errichtung von Einfamilienhäusern begonnen. Dieser Ausbau setzt sich nach dem zweiten Weltkrieg fort. Der neue Ortsteil wird im Volksmund Piependörfel genannt.
1920
Zum Andenken an die Gefallenen des ersten Weltkrieges wird ein Kriegerehrenmal, ein Obelisk aus Cottaer Sandstein, errichtet.
Nach 1920
wird eine Ortsgruppe der Roten Radfahrer gebildet.
01.12.1923
Bei einem Einbruch in das Pfarrhaus werden zwei Gänse und elf Hühner gestohlen. Die Zeitung schreibt: Selbst die in den geistlichen Häusern offenkundig herrschende Not schreckt also die Spitzbuben vor Eingriffen in das Wenige, was dort noch vorhanden ist, nicht zurück.
1925
Der Cunnersdorfer Bahnhof liegt mit einem Güterumschlag von 318.000 t an dritter Stelle der Güterbahnhöfe in der Oberlausitz.
1934
Auf Grund und Boden von Robert Lippe wird der Sportplatz neben der Schule gebaut.
12.02.1934
Der Hitlerplatz wird in Dorfmitte, bei Halbhüfners Teich, geschaffen. Die Vorlage lieferte Stadtgärtnermeister Hilscher, Kamenz. Der aufgestellte Stein wurde mit der Inschrift Hitlereiche 1. Mai 1933 versehen.
1935
Durch den Reichsarbeitsdienst (RAD) erfolgt die Fortsetzung des 1930 begonnenen Ausbaus der Teiche zur Fischzucht.
18.06.1938
Bernhard Lippe in Cunnersdorf stirbt. Er war ein sozial denkender Mann. Durch ihn erhielt Cunnersdorf eine Infrastruktur, von der wir heute noch leben. (Pfarrer Enge, 1997).
1942
Pfarrer Krause übernimmt im Alter von 63 Jahren die Pfarrstelle Cunnersdorf.
09.05.1942
Infolge des Krieges und der damit verbundenen Brandgefahr finden sich Männer aus dem Kirchspiel zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Cunnersdorf in Fissels Gasthof zusammen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören von Cunnersdorf: Josef Berger, Erich Fissel, Felix Fissel, Alwin Haufe, Kurt Hohlefeld, Max Köhler, Erich Krause, Paul Kühne, Erich Mager, Johann Mai, Ewald Menzel, Richard Moisga, Max Pötsch, Erich Rammer, Arthur Schäfer, Richard Schuppan, Manfred Weise und Karl Wukasch.
20.04.1945
Auf dem Cunnersdorfer Bahnhof wird ein Munitionszug in die Luft gesprengt. Nach anderen Aussagen soll es ein Lebensmittelzug gewesen sein, wohin sich nun viele Einwohner mit ihren Handwagen zur Plünderung aufmachten.
27.04.1945
Russische Truppen beginnen mit dem Artilleriebeschuss der Stadt Kamenz aus dem Aufstellungsräumen bei Biehla und Cunnersdorf.
1945
Im zweiten Weltkrieges fielen mindestens 34 Einwohner. Ein Gedenkstein wird für sie nicht mehr errichtet.
Die Ziegelei Cunnersdorf stellt nach dem zweiten Weltkrieg zeitweilig Nasspresslinge aus Braunkohle her.
1946
Das Herrenhaus wird im Zuge der Bodenreform abgerissen. Der Schlussstein, der seit 1700 den Eingang des Herrenhauses zierte, wird im Straßengraben gefunden und in die Kirche gebracht. Durch Umbau ehemaliger Wirtschaftsgebäude des Rittergutes, durch Anbauten an die bestehenden Wohnhäuser der Landarbeiter sowie durch neue Gehöfte werden nach 1945 13 Neubauernstellen geschaffen.
24.12.1946
Die Apoldaer Glockengießerei Schilling teilt Pfarrer Krause mit, dass die Cunnersdorfer Glocken unter 13.000 anderen auf dem Hamburger Glockenfriedhof gefunden worden seien.
1946
Das Dorf besitzt 681 Einwohner. Der Anstieg ist auf den Zustrom an Umsiedlern zurückzuführen.
1948
Das Geläut der Cunnersdorfer Kirche wird nach zähen Verhandlungen mit den Besatzungstruppen (seit 1947) vom Hamburger Glockenfriedhof wieder aus der amerikanischen in die russische Besatzungszone nach Cunnersdorf geholt. Nur die Klöppel fehlen.
Hermann Füssel erweckt den Männerchor wieder zu neuem Leben.
1949
Der Steigerturm der Feuerwehr wird errichtet.
1950
Friedrich Burkhard übernimmt die Leitung des Männerchores Cunnersdorf. Die 50er Jahre werden die Blütezeit des Chores.
16.10.1954
Der Kindergarten Cunnersdorf wird eingeweiht. Er ging aus einem Erntekindergarten hervor.
1958
In Cunnersdorf wird eine LPG vom Typ I, Lachendes Land gegründet. Sie schließt sich später der LPG Thomas Müntzer in Hausdorf an.
Nach 1960
erfolgt die Errichtung einer Milchviehanlage durch die LPG Thomas Müntzer an der Schönbacher Straße.
1962
Lisbeth Fiedler wird Leiterin des Kindergartens.
01.07.1963
Das Standesamt Cunnersdorf mit den Gemeinden Biehla, Hausdorf und Schönbach wird dem Standesamt Kamenz angeschlossen.
1964
Die Umfassungsmauern des Feuerlöschteiches werden instand gesetzt. Wegen des allgemeinen Wassermangels infolge der anhaltenden Trockenheit wird vorgeschlagen, den Löschteich mit Wasser aus der Ziegeleigrube zu füllen.
1968
Der SV Biehla-Cunnersdorf wird gegründet.
29.05.1970
Die Ortssatzung für Cunnersdorf wird von der Gemeindevertretung festgelegt.
04.06.1976
Cunnersdorf feiert die 750-Jahrfeier ein Jahr später, also eine 751-Jahrfeier. Zur Unterhaltung trägt auch ein sowjetisches Armeeorchester der Einheit Suche Bator aus Königsbrück bei.
1980
Die Cunnersdorfer Schule wird als Unterrichtsstätte der POS Straßgräbchen angeschlossen.
Die LPG Thomas Müntzer geht in die LPG (T) Brauna über.
30.05.1980
Die Schule Cunnersdorf feiert bis zum 1. Juni den 70. Jahrestag ihrer Gründung.
1981
Robert Bennewitz übernimmt nach dem Tode Friedrich Burkhards die Stelle des 1. Dirigenten im Männerchor.
23.10.1982
Das neu errichtete Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum wird seiner Bestimmung übergeben.
1982
Zur Umsetzung der Großfeldwirtschaft erfolgen auf Cunnersdorfer Flur umfangreiche Meliorationsarbeiten.
Der VEB Binnenfischerei errichtet einen Vorfluter zur zusätzlichen Speisung des Wolfsteiches, weil dort stets Wassermangel herrscht.
1983
Der seit 1980 zum größten Teich der Gemarkung erweiterten Wolfsteich wird weiter vergrößert. Die auch in anderen Teichen erfolgten Maßnahmen zur Erhöhung der Fischproduktion (Fisch auf jeden Tisch!) führen zur Zerstörung von Schilfgürteln und somit von Biotopen.
29.05.1984
In der Milchviehanlage Cunnersdorf des VEG (Z) Tierzucht Kamenz werden Vierlinge geboren. Es handelt sich dabei um ein recht seltenes Ereignis. Die Kälber wogen bei der Geburt 17, 21, sowie zweimal 23 Kilogramm. Sie wurden mit viel Liebe aufgezogen und waren im Juni über den Berg.
1986
Für die in der Landwirtschaft Beschäftigten wird ein Wohnblock errichtet.
10.08.1987
In der MVA Cunnersdorf wird das erste Kalb im Bezirk Dresden geboren, das durch Embryotransfer der Mutterkuh eingepflanzt worden war. Ziel ist es, noch 1987 80 transfertaugliche Embryonen zu gewinnen und zu übertragen.
1988
Im Juli beginnen die Arbeiten zur Erweiterung der Konsum-Verkaufsstelle.
Eine Annahmestelle für hauswirtschaftliche Dienstleistungen wird im Juni eröffnet.
Ein Dorffest mit original Trödelmarkt lockt im Juni mehrere Tausend Gäste auf den Sportplatz.
03.10.1990
Der Tag der Deutschen Einheit wird in Cunnersdorf von den Gemeinden Cunnersdorf, Hausdorf und Biehla mit einem Festgottesdienst (9.00 Uhr) begangen. Anschließend sind Blasmusik und eine Festansprache auf dem Sportplatz zu erleben, dem das Kasperltheater für die Kinder folgt.
1990
Zur Festwoche zum 90jährigen Bestehen der Cunnersdorfer Kirche weiht Pfarrer Enge das seit den 70er Jahren verschwundene, wieder aufgefundene und restaurierte Altarbild ein. Damit wurde der einstige Mittelpunkt der Kirche wiederhergestellt.
02.07.1990
Einen Tag nach der Währungsunion wird eine Verkaufsstelle für Waren des täglichen Bedarfs eröffnet, die knapp zehn Jahre später geschlossen wird und steht nach kurzer Zeit mit verändertem Warenangebot den Einwohnern wieder zur Verfügung.
18.11.1991
Die aus- und umgebaute Kindertagesstätte wird wieder ihrer Bestimmung übergeben.
13.01.1994
Die Gemeindevertreter von Cunnersdorf fassen den Beschluss Nr. 1/94, in welchem sie der Öffentlich-rechtlichen Vereinbarung über die Vereinigung der Gemeinden Biehla, Brauna, Cunnersdorf, Hausdorf und Schönbach zur Gemeinde Schönteichen zustimmen (Gemeindegebietsreform). Von den stimmberechtigten 15 Abgeordneten waren 13 anwesend, davon stimmten 12 dafür, einer enthielt sich der Stimme. Das vorausgegangene Anhörungsverfahren zur Vereinbarung über die Vereinigung hatte seitens der Einwohner keine wesentlichen Einwände ergeben.
03.02.1994
Die Gemeindevertretung Cunnersdorf wählt die vier Abgeordneten, die Cunnersdorf bis zum Ende der Legislaturperiode (Juni 1994) im Gemeinderat von Schönteichen vertreten werden. Es sind dies Hans-Peter Schleiernick, Matthias Ehnert, Monika Schönach und Holger Trepte.
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