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Freiwillige Feuerwehren
Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Biehla
Es war am 1.Februar 1885, als auf Bestreben des damaligen Rittergutsbesitzers Reich und des Lehrers Richter eine Spritzenbedienung mit unregelmäßigen Übungen ins Leben gerufen wurde. Aber erst ein Jahr später, wahrscheinlich im Oktober 1886, wurde die Freiwillige Feuerwehr Biehla als 4. Landwehr des Kreises Kamenz und als 14. Wehr des Landes Sachsen gegründet.
Im Tagebuch der Feuerwehr, das ab Januar 1889 geführt wurde, werden als Gründer der Feuerwehr Biehla der Rittergutsbesitzer Reich, der Lehrer Richter und der Gemeindevorstand Robert genannt. Weitere 22 Männer des Dorfes traten zur Gründung der Feuerwehr Biehla in die Wehr ein.
10 Jahre später, im Jahre 1896, erhielt die Wehr eine eigene Handdruckspritze. Bis dahin war man auf die Spritze des Rittergutes angewiesen. Die neue Handdruckspritze leistete bis 1943 treue Dienste in der Brandbekämpfung.
Alljährlich in den Monaten März bis Oktober wurden Übungen und Hauptübungen durchgeführt, in den Wintermonaten Versammlungen abgehalten. Laut Tagebuch fanden in den Monaten Mai und Juni 8 Übungen von jeweils 2 Stunden statt. Hauptaufgabe der Feuerwehr war es eben, Brände zu löschen. Dass die Wehr schon früher eine ehrgeizige Feuerwehr war, zeigt ein Bericht zur Überprüfung durch den Verband der Feuerwehren im Bezirk der königlichen Amtshauptmannschaft Kamenz am 24. Mai 1914 um 7.00 Uhr vormittags. Der Wehr wurde im Bericht in allen Belangen ein gutes Ausbildungsniveau bescheinigt. So vergingen nur 2 Minuten von Ankunft an der Angriffsstelle bis zur ersten Wassergabe.
Auch später war die Feuerwehr Biehla ein fester Bestandteil des Dorfes. So gab es 1932 33 aktive Mitglieder, 5 passive Mitglieder, 10 Altersmitglieder und 3 Ehrenmitglieder.
In dieser Zeit (Anfang der 30iger Jahre) musste die Wehr zu mehreren Bränden ausrücken. So zum Beispiel nach Cunnersdorf, dort brannte der Stall des Rittergutes oder nach Schönbach zu einem Scheunenbrand. Dabei war es der Wehr Biehla sogar gelungen, noch vor der Cunnersdorfer Wehr an der Brandstelle einzutreffen. Die Pferde von Jehnichen, Richard hatten das ermöglicht. Außerdem gab es für die erste Wehr an der Brandstelle noch eine Prämie.
1943 wurde die Handspritze durch eine moderne TS 8 mit Hänger abgelöst.
Anfang der 50iger Jahre gründete man in den Feuerwehren so genannte Katastropheneinsatzzüge, so auch in Biehla. Zur 70-Jahrfeier der Wehr Biehla zeigte dieser Einsatzzug eine Schauübung mit Bau einer Brücke und Löschangriff.
Zum 80. Gründungsfest der Feuerwehr wurde der neue Feuerlöschteich in der Dorfmitte eingeweiht und 5 Jahre später der Löschbehälter im Oberdorf.
Im Herbst 1968 begann man auch in der Biehlaer Wehr mit dem Wettkampfsport. Bereits in ein halbes Jahr später, im Frühjahr 1969, konnte die Beatles-Feuerwehr (so wurden die beteiligten Kameraden scherzhafter Weise genannt) den 3. Platz im Schnelligkeitsangriff zur Kreismeisterschaft erringen. Seit diesem Erfolg erkämpften die Kameraden noch mehrere Medaillen und Urkunden bei Wettkämpfen im Wirkungsbereich und im Kreis.
1973 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Biehla ihr erstes Kleinlöschfahrzeug und auch ein neues Gerätehaus.
Ein besonderer Höhepunkt der FFW Biehla war die 100-Jahr-Feier 1986. Anlässlich dieser Feierlichkeit fand in der Gemeinde der Ausscheid im Feuerwehrkampfsport der Bezirke Dresden, Chemnitz und Cottbus statt. Das Fest endete damals mit einem Feuerwerk und einem Einsatz der Feuerwehr.
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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Brauna
Als im zeitigen Frühjahr des Jahres 1881 die Schmiede in Brauna niederbrannte und die alte Spritze auf dem Rittergut nicht genügte um dem Feuer Einhalt zu gebieten, und auch die Organisation der Brandbekämpfung völlig ungenügend war, schlossen sich 03. April 1881 Männer der Gemeinde Brauna mit Rohrbach zu einer Freiwilligen Rettungsmannschaft zusammen. Schon am 17.April wurde sie durch die Gemeindevertretung bestätigt.
Zunächst noch ohne Uniform, lediglich ein hellrotes Schild mit den Buchstaben FW kennzeichnete die Mannschaft, die sich nach dem Wahlspruch: EINER FÜR ALLE - ALLE FÜR EINEN! zusammenschloss und ihre Tätigkeit aufnahm.
Noch im August 1881 lieferte die Firma Händel Dresden eine 4-rädrige Zubringerspritze mit 90 m Schlauch. In den weiteren Jahren wurde die Wehr mit Uniformen und Ausrüstung unterstützt. Ihren Dienst versahen die Kameraden sehr vorbildlich und wurden bald über die Kreisgrenze hinaus bekannt. Nach einer Überprüfung wurde die Wehr in den Landesverband Sächsischer Feuerwehren aufgenommen.
1943 erhielt die Wehr eine neue Flader-Motorspritze. Viele Jahre vergingen ehe dann auch in Brauna die neue Technik Einzug hielt. 1948 - 1960 wurde der Gemeinde für den OT Rohrbach noch eine kleine tragbare Motorspritze Typ TS 3 zugeteilt.
Von der Gründung der Wehr bis zum 5. April 1908 führte Kamerad Ernst Weise in vorbildlicher Treue die Wehr. Im Laufe der Jahre wurde die Wehr von verschiedenen Kameraden geführt.
Bereits 1963 wurde eine Frauengruppe in der Wehr Brauna gebildet, die überwiegend im vorbeugenden Brandschutz eingesetzt wurde, d.h. die Brandschutzkontrollen in Wohnstätten durchführte. (Auf unserem Territorium waren es 264 Wohnungen und anfangs 20, dann 30 Betriebe und 17 Feuermeldestellen)
Seit 1965 gehörten die Orte Petershain und Rohrbach mit zur Braunaer Wehr. 1967 bekam die Wehr ein Fahrzeug Typ P2 M. Das alte Gerätehaus musste erweitert werden. 1968 erfolgte der Zusammenschluss der Wehr Liebenau zur FFw Brauna. Als die Wehr 1969 ein neues Fahrzeug - LF 8/TS 8 LO1800 bekam, wurde es auch erforderlich, ein neues Gerätehaus zu bauen. Der erste Spatenstich zum Bau des neuen Gerätehauses war am 09. Mai 1969.
Die neue Technik war eine Herausforderung für unsere Kameraden. Die Ausbildung für DLA (Druckluftatmer) wurde erforderlich. Unserer Wehr wurde 1971 die Leistungsstufe III zuerkannt, die wir einige Male verteidigen konnten.
Durch den Zusammenschluss der Gemeinde Brauna und Schwosdorf im Jahre 1972 setzte sich die Wehr wie folgt zusammen: FFw Brauna mit Rohrbach 27Kameraden und 9 Kameradinnen, FFw Schwosdorf 23 Kameraden, FFw Liebenau 19 Kameraden und FFw Petershain 15 Kameraden. Die einzelnen Kommandostellen führten ihre Schulungen eigenständig durch. 1973 wurde von der Abteilung F Kamenz eine Komplexkontrolle durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass die Kommandostellen Liebenau und Petershain nicht einsatzbereit waren. Eine Beratung mit der Gemeinde, der Abt. F, der WBL und der Wehrleitungen ergab eine Auflösung dieser Kommandostellen. Die Kameraden wurden in würdiger Form verabschiedet. Einige Kameraden kamen zur FFw Brauna.
Schon im Jahr 1969 wurde ein Vertrag zwischen dem Rat der Gemeinde und dem KfL (BT Brauna) über den Einsatz der Betriebsfeuerwehr zur Sicherung der Tagesbereitschaft im Ort Brauna (mit OT) abgeschlossen. Die Zusammenarbeit und Unterstützung mit dem KfL hatte sich gut bewährt.
1972 entstand 1 Patenschaftsvertrag zwischen der FFw Brauna und der Klasse 3a. Daraus entwickelte sich später eine Gruppe Junge Brandschutzhelfer unter Leitung von Kamerad Ulrich Mesech. 1986 übernahm Kamerad Wiegand Kreische eine nachfolgende Gruppe Junge Brandschutzhelfer.
Alle Dorffeste und Kameradschaftsabende wurden durch die Kameraden der Wehr tatkräftig unterstützt. Ein besonderer Höhepunkt unserer Wehr war die 100-Jahrfeier, Pfingsten 1981. An allen Tagen des 100-jährigen Bestehens der Wehr war strahlender Sonnenschein, wohl das beste Wetter des ganzen Jahres 1981. Tausende von Zuschauern kamen zu den Festtagen. Die Stimmung war prächtig. Es waren über 3000 zahlende Gäste gekommen. Noch nie hatte Brauna so viele Gäste gesehen, wie zu diesen Tagen. Dank einer guten Organisation unter Leitung des Kameraden Volker Synnatzschke, sowie einer sehr guten Unterstützung aller Kameradinnen und Kameraden und vielen freiwilligen Helfern, wurden die Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der FFw Brauna ein voller Erfolg.
Leider gab es auch Rückschläge in der Arbeit der Wehr.
Auf Beschluss der Gemeindevertretung mit Zustimmung der Abt. F beim Rat des Kreises Kamenz wurde am 11.03.82 die Kommandostelle Schwosdorf aufgelöst und die TSA von Schwosdorf abgezogen. 5 Kameraden erklärten sich bereit, im vorbeugenden Brandsschutz mitzuarbeiten. In einer Ratssitzung am 21.10.82 erfuhr die Wehrleitung, dass auch die Betriebslöschgruppe vom KfL Brauna am 22.05.82 aufgelöst wurde. Durch die hohe Bevölkerungszahl von Brauna mit seinen Ortsteilen war die Sollstärke der Wehr nicht mehr gegeben. Es war dem Rat der Gemeinde, der Gemeindevertretung und der Wehrleitung nicht gelungen, in den Jahren zuvor junge Leute für die Mitarbeit in der Wehr zu gewinnen.
Es war ein schwerer Anfang. Jugendliche konnten wieder begeistert werden, in der Braunaer Wehr mitzuarbeiten. 1993 kam es zur Gründung einer Jugendfeuerwehrwehr. Im Jahr 1994 übernahm Kamerad Dietmar Synnatzschke die Leitung und Schulung der Jugendgruppe. Unsere Wehr hat sich wieder gefestigt und es sind auch schon die ersten Erfolge bei Wettkämpfen innerhalb der Gemeinde Schönteichen zu verzeichnen.
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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Cunnersdorf
Die Gründung der Feuerwehr erfolgte auf höhere Anweisung während des 2. Weltkriegs am 5.September 1942. Anlass dazu war die erhöhte Brandgefahr durch zunehmende Bombardierungen. Da viele Männer zur Wehrmacht eingezogen waren, wurde die Aufstellung der Feuerwehr gemeinsam mit Hausdorf vorgenommen. 18 Cunnersdorfer und 9 Hausdorfer Männer bildeten die erste Wehr. Später kam noch die Jungmädelgruppe dazu, als Folge von immer mehr eingezogenen Männern. Als erster Wehrleiter wurde Alfred Wiesner ernannt, der zuvor die Feuerwehrschule in Dresden besuchte.
Die Ausrüstung bestand aus einem PKW Opel mit Zugvorrichtung und einem Tragkraftspritzenanhänger mit einer TS 8. Die Uniform war maßgeschneidert, wofür ein Kamenzer Schneider vorher in einer Versammlung Maß genommen hatte.
Doch bereits 1944 langte die Benzinzuteilung nicht einmal zum Ausrücken zu. Nach Kriegende 1946 beginnt wieder die Tätigkeit der Feuerwehr. Jetzt aber ohne Hausdorf, diese gründeten eine eigene Wehr. Fazit: Das Auto ist verschwunden, aber die Spritze und Schlauchmaterial mit geringfügigen Beschädigungen sind erhalten. Die Mitgliederstärke beträgt im Dezember 1946 22 aktive Kameraden. 1947 wird das Eigentum der Wehr verstaatlicht. Von nun an gibt es wieder regelmäßig Dienst und Schulungen. Aber auch gemeinnützige Einsätze erfolgen und Geselligkeiten sind wieder gefragt. So waren die Kameraden aktiv dabei, als 1948 die wertvollen Kirchenglocken im Kirchturm aufgehängt wurden. Diese wurden während des Krieges ausgebaut und sollten für Rüstungszwecke eingeschmolzen werden, was glücklicherweise nicht erfolgte. Im Winter 1946/47 kam es durch starken Frost zu Schäden am Feuerlöschteich. Trotz Zementmangel konnten die Kameraden in gemeinsamer Arbeit die Schäden beseitigen. Nachdem im November 1947 von den Kameraden der erfolgreiche Holzeinschlag im Walde vorgenommen wurde, konnte der Steigerturmbau in eigener Regie im November 1948 abgeschlossen werden. Damit war auch eine bessere Trocknung der Schläuche möglich. Der Turm wurde 1980 abgerissen. Der Löschteich mußte 1957 erneut instand gesetzt werden; rund 600 Arbeitsstunden leistete man. In der Feuerwehr kam es 1948 zur Gründung einer Singegruppe, aus welcher sich schließlich der Männerchor Cunnersdorf bildete. Dieser erreichte unter Leitung des damaligen Dirigenten Fritz Burkhardt beachtliches Können bis hin zur Aufführung von Theatersingespielen. Nachwuchsprobleme in der Feuerwehr gab es in den 50er Jahren nicht, viele junge Menschen kamen zur Feuerwehr. Aber auch die nach und nach zurückkehrenden Männer aus Kriegsgefangenschaft wollten wieder dabei sein. Aber immer wieder (und immer noch!) klagt der Wehrleiter über mangelhafte Dienstbeteiligung. Im Jahr 1956 gibt Wehrleiter Wiesner, aus Überlastungsgründen mit anderen Funktionen, sein Amt ab. Die Kameraden wählen Heinz Hommel als neuen Wehrleiter. Auch er gibt diese Funktion wegen Überlastung ab, er ist inzwischen LPG-Vorsitzender geworden. Nunmehr wird Peter Hornuff Chef der Wehr, er gibt die Leitung 1991 aus gesundheitlichen Gründen ab. Seit dieser Zeit ist Jan Brefka Wehrleiter. Zu jeder Zeit stand dem jeweiligen Wehrleiter aber immer ein mehr oder weniger aktiver Vorstand zur Seite.
Das Ausrücken der Feuerwehr zu Einsätzen oder Leistungsvergleichen in andere Orte erfolgte mittels Pferdegespann und luftbereiften Wagen, an welchen die TS 8 angehangen war. Die Kameraden fuhren teils mit oder allein mit Fahrrad, Moped oder soweit vorhanden mit Motorrad. Es wurden beachtliche Ausrückzeiten erreicht. So gibt es 1956 eine lobende Erwähnung für schnelles Eintreffen bei einem Einsatz in Bulleritz. In den 60er Jahren bewegte man sich dann mit Traktor und Hänger der LPG. Später mit dem LKW der LPG und der Gemeinde. Nach der Wende 1990 hatte die Feuerwehr endlich wieder ein eigenes Auto als Schleppfahrzeug, einen LO aus Restbeständen der NVA. Dieses Auto wurde im April 1995 abgelöst durch ein Feuerwehrauto LO mit TS 8. So hat sich im Laufe der Jahre die Ausrüstung mit Technik, Uniform und Fahrzeugen ständig verbessert bis hin zum nunmehr geplanten Neubau eines beheizten Gerätehauses mit Garage und Anschaffung eines Löschfahrzeuges. Das erste Spritzenhaus befand sich schräg gegenüber dem Löschteich, welcher damals noch ein ganz normaler Dorfteich r mit Schilfbewuchs und Weiden war. Das Haus steht noch heute neben dem Grundstück Richter mit Tor zur Straße. Dann kam das Gerätehaus am Löschteich dazu. 1982 entstand dann das Feuerdepot an der hinteren Dorfstraße (jetzt Oststraße). Für das Auto von 1990 fand sich auch nach einigem Hin und Her eine Garage neben dem Feuerwehrhaus. Ein provisorischer Holzbau, aber mit Blechtor! Im Winter war diese Garage total ungeeignet, da musste das Auto dann zu Ratsch.
Es gab viele Höhen und Tiefen zu erleben bzw. zu überwinden. Nach mehreren Anläufen erhielt die Wehr 1973 die Leistungsstufe III zuerkannt. 1982 Auszeichnung als Vorbildliche Feuerwehr, sowie mehrfach lobende Anerkennung zum guten Zustand der Technik und der Ausrüstung. Jedoch bei Leistungsvergleichen mit anderen Wehren war man ganz selten auf vorderen Plätzen, meist war etwas Pech mit im Spiel. Daher ist es sehr erfreulich, dass es seit 1995 eine kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit in der Kinder- bzw. Jugendfeuerwehr gibt. Unter der Leitung der Kameraden Fehland und Mucha, Anett stellten sich bereits Pokale und Urkunden ein. Der bisherige Höhepunkt der Jugendgruppe war die Teilnahme am Leistungsvergleich zur Leistungsspange auf Landesebene. Sie konnten sich mit der bisher höchsten Punktzahl diese Auszeichnung erkämpfen. Abgesehen von mehreren erfolglosen Versuchen in der Vergangenheit, gab es 1957 schon einmal eine erfolgreiche FDJ-Jugendgruppe. Waren es zuerst nur Männer, welche der Wehr beitraten, so konnten nach und nach immer mehr Frauen zur Mitarbeit gewonnen werden. Sie waren zu DDR-Zeiten überwiegend im vorbeugenden Brandschutz tätig. Heute unterstützen sie die Wehr überwiegend im organisatorischen Bereich. Bei Veranstaltungen und Geselligkeit. So war z.B. das Zampern früher nur eine Sache der Männer, jetzt kommen immer mehr Feuerwehrfrauen mit. Trotz vorbeugenden Brandschutz, welcher zu DDR-Zeiten sehr hoch angebunden war, kam es doch zu einigen Bränden im Ortsbereich. Es gab einen besonders schweren Brand durch Brandstiftung im Jahr 1950. Die Ziegelei Cunnersdorf brannte total aus. Die Feuerwehr Cunnersdorf war mit im Einsatz, zu retten gab es nichts. Ein weiterer folgenschwerer Brand war 1978 im Rinderkombinat Cunnersdorf. Durch nicht funktionierende Gruppenanbindung kam ein großer Teil der darin befindlichen, hochtragenden Leistungskühe um. Der Gesamtschaden betrug 300.000 Mark. Die Brandursache konnte nie richtig geklärt werden. Weitere unterschiedliche Feueralarme gab es bei Bränden im Dachstuhl der Schule, Schwelbrand im Trockengut in einer Strohmiete und Heuschober. 1996 brannte der volle Bergeraum am Rinderkombinat völlig aus. Aber es galt auch zu löschen bei Feuer im Kohlenkeller eines Wohnhauses, auf der Schutthalde und ein in Brand geratenes Moped auf dem Dorfplatz. Oft ging es auch zu Waldbränden, Sturm und Hochwassereinsätzen und allem Möglichen. Obwohl ständig über mangelnde Dienstbereitschaft geklagt wird, im Erstfall waren immer genügend Kameraden zur Stelle.
Kurios mutet der Feueralarm 1965 beim ehemaligen Wehrleiter Alfred Wiesner an. Durch das Kochen von Teer in seiner Werkstatt kam es zum Feuer, welches aber schnell gelöscht war. Als kurios zu vermerken ist auch die Tatsache, als man 1968 in Schönbach zu einem Einsatz einrückte mit 3 l Benzin in der Spritze. Ebenso die Feststellung 1975, dass der Wehrleiter Hornuff noch immer keinen Telefonanschluß hat, und dass es an Material fehlt, um festgestellte Mängel zu beseitigen. Na, und das 1976 kein Geld da war für den Bau eines neuen Gerätehaus, ist bis vor einigen Jahren noch aktuell gewesen. Seit dem Jahr 2000 gibt es in Cunnersdorf ein neues modernes Feuerwehrhaus.
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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hausdorf
Die genaue Gründung der Feuerwehr Hausdorf ist eigentlich gar nicht so richtig bekannt. Von älteren Bürgern wurde mitgeteilt, dass in den Jahren 1888/90 die erste Pumpentechnik zur Brandbekämpfung eingesetzt wurde.
In Hausdorf gab es auch einen Reihennachtwachdienst (lt. Polizeiverordnung), den jeder Hausbesitzer anzutreten hatte.
Im Jahre 1933 wurde die erste Freiwillige Feuerwehr, der überwiegend die jungen Burschen von Hausdorf angehörten, gebildet. Im Zweiten Weltkrieg vereinigten sich die Wehren Hausdorf und Cunnersdorf für einige Zeit, da viele männliche Mitglieder zum Kriegsdienst einberufen waren.
Bis in die 60er Jahre musste die Feuerwehr mit der alten Technik auskommen, so z.B. mit der TS 3 und einer TS 8, obwohl beide Techniken nicht 100%-ig funktionierten.
Dann endlich wurde eine neue TS 8 einschließlich Hänger angeschafft.
Von 1966 bis 1967 bauten die Mitglieder der FFw in NAW ein neues Gerätehaus, welches 1998 neu eingedeckt wurde.
Eine Zeit lang hatte Hausdorf Probleme mit ihren Mitgliedern. Sie wurden immer älter und Nachwuchs war keiner in Sicht. So konnten wir nicht immer an Wettkämpfen teilnehmen. Und trotzdem war es jedes Mal ein großes Ereignis, wenn wir einen guten Platz belegten.
Nun haben wir zwei neue Jugendliche für unsere Wehr gewonnen und weitere Zwei sind bereit, wenn sie das Alter haben, uns mit zu unterstützen.
In den letzten Jahren ist Hausdorf von großen Bränden verschont geblieben. 1992 war der Letzte - das Nachbargebäude der Familie Fuchs brannte durch Kinderhand. 1981 kam die Feuerwehr nach dem Hochwasser in Hausdorf auch zum Einsatz.
Zurzeit sind 21 aktive Mitglieder (5 Frauen und 16 Männer) in der FFw. Der Hausdorfer Wehr gehören aber noch zwei Ehrenmitglieder an, das sind die Kameraden Gerhard Kleber und Georg Blümel. Seit 50 Jahren gehört nun Georg Blümel zu unserer FFw.
Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder unserer Wehr, um bestimmte notwendige Arbeiten durchzuführen. So muss die Technik ständig überprüft und gewartet werden. Der Unter- und der Oberteich werden von Zeit zu Zeit entschlammt und evtl. Ausbesserungen an diesen vorgenommen. Der Umgang mit der Technik wird ständig geübt, dass bei evtl. Einsätzen jeder Handgriff sitzt. Vor Wettkämpfen wird natürlich zusätzlich trainiert. Auch Schulungen wie z.B. 1.Hilfe und Verkehrteilnehmerschulungen stehen auf unserem Programm.
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr tragen auch wesentlich zum kulturellen Leben in Hausdorf bei. So werden für die Mitglieder der Wehr und ihren Familien, aber auch für alle Hausdorfer Spielabende, sportliche Turniere, Nachtwanderungen usw. organisiert.
Zur guten Tradition ist es in Hausdorf geworden, dass die Feuerwehr einmal im Jahr einen Ausflug ins Blaue unternimmt.
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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schönbach
Am 17.07.1946 wurde zunächst mit Bulleritz eine Gemeinschaftswehr gegründet.
Es waren damals meist jüngere Männer, die sich dieser Aufgabe stellten. Der erste Gruppenführer war Ewald Mütze. Die Technik bestand aus einer TS 3 (Tragkraftspritze, Flater) einschließlich Zubehör und Hänger.
Knapp vier Jahre später trennten sich Bulleritz und Schönbach und es entstand am 3.Januar 1950 die selbständige Feuerwehr Schönbach mit verbesserter Technik, einer TS 8, die 800l/min schaffte.
Durch die gewissenhafte Arbeit aller Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Schönbach entstand eine lange Kette von Tätigkeiten und Erfolgen.
So wurde die Mauer an der Seite des Dorfteiches verlängert und 1956 ein Feuerlöschteich errichtet. Dadurch und durch Melioration verbesserte sich die Wasserentnahme. Dienst- und Einsatzpläne sowie Rechenschaftsberichte zeugen vom selbstlosen Einsatz aller aktiven Mitglieder der Ortsfeuerwehr. Das beginnt bereits bei Routineaufgaben, (Schutz des Waldes, besonders in Trockenperioden, Sorge um die Ernte, Kontrolle der Öfen vor der Heizperiode.) In der Frostperiode wurden die offenen Gewässer kontrolliert.
Alle Geräte mussten ständig instand gehalten werden, die Saugstellen wurden sauber gehalten. Einsatzübungen wechselten mit Leistungsvergleichen. So gab es erste bzw. vordere Plätze bei den Leistungsvergleichen.
1969 erhielt die FFw Schönbach die Leistungsstufe 3 anerkannt. Im Laufe der Jahre hat sich die Wehr Schönbach in ihrer Leistung gesteigert. 1977 wurde ihr bereits die Leistungsstufe 1 zuerkannt.
Auch die Jungen Brandschutzhelfer errangen bei Vergleichen vorderste Plätze und standen so den Erwachsenen nicht nach. Die 1964 gegründete Frauengruppe brauchte sich hinter ihren männlichen Kameraden nicht verstecken, sie erzielte einen Erfolg nach dem anderen. Im April 1979 erhielt die gesamte Freiwillige Feuerwehr Schönbach den Titel Vorbildliche Feuerwehr, den sie erfolgreich verteidigte.
Von Bränden ist unser Dorf ziemlich verschont geblieben. In der nun schon 50-jährigen Geschichte der FFw Schönbach hat es hier nur 2 Mal gebrannt. Am 18.9.1965 musste ein Brand an der Scheune vom Gasthof Leske gelöscht werden, und im August 1972 brannte durch Blitzschlag die Scheune von Max Schäfer nieder.
Die Kameraden helfen aber auch bei Veranstaltungen im Dorf. So sorgen sie beim jährlichen Hexenfeuer dafür, dass die Brandschutzbestimmungen eingehalten werden.
Fuhr in den ersten Jahren noch ein Kamerad mit dem Fahrrad durchs Dorf und blies auf einem Signalhorn, so wurde mit dem Aufbau einer Sirene die Alarmierung wesentlich verbessert.
Die Teilnahme an den theoretischen Schulungen und praktischen Übungen ist für die Kameraden eine Selbstverständlichkeit, tragen sie doch auch zum Gemeinschaftsleben und zur Festigung unserer Wehr bei.
Die meisten Kameraden haben ihren Dienst als junge Brandschutzhelfer vor vielen Jahren begonnen und sind dabei geblieben. Diese Tradition wird nun durch ihre Kinder weiter geführt. So kann man sonntags in den Vormittagsstunden, die am 14.06.1996 gegründete Jugendwehr am Dorfteich bei Übungen sehen. Mit großem Eifer bereiten sie sich auf Leistungsvergleiche und auf einen eventuellen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr vor.
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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schwosdorf
Die Freiwillige Feuerwehr Schwosdorf wurde im November 1942 gegründet. Über 30 Kameraden aus den Orten Petershain und Schwosdorf schlossen sich zur FFw Schwosdorf-Petershain zusammen.
Im Zeitraum von 1957 bis 1959 war die Dienst- und Einsatzbereitschaft so gering, dass einige Kameraden dienstverpflichtet werden mussten. 1969 beteiligte sich die FFw Schwosdorf erstmalig auf Kreisebene am Feuerwehrkampfsport und belegte in der Disziplin Löschangriff den 3. Platz.
Mit der Industrialisierung zu Beginn der 70er Jahre war eine Dienstdurchführung nur bedingt möglich, was zur Folge hatte, dass die FFw mit Beschluss des Kreistages 1980 aufgelöst wurde. Fünf Kameraden wechselten zum vorbeugenden Brandschutz nach Brauna über.
Im November 1989 fanden sich Schwosdorfer und Petershainer Bürger zusammen, die einen Neuanfang der Freiwilligen Feuerwehr Schwosdorf zum 01.01.1990 gewährleisteten.
Zur Zeit sind in der Schwosdorfer Wehr 17 Kameraden tätig. Wehrleiter ist der Kamerad Siegmar Gräfe, sein Stellvertreter Klaus Böhme.
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